Dein Ziel & Strategie

Der Weg ist das Ziel!

Nicht nur diese, aber viele andere weisen Aussagen hatte der Philosoph Konfuzius der Welt mitgeteilt. Obwohl er schon einige Jahrhunderte vor Christus gelebt hat (551 – 479 v.Ch.43), werden seine Sprüche in unserer heutigen Welt in herausfordernden Situationen angewendet und lösen immer noch „AHA“ Effekte aus.

Dieser Spruch ist an alle gerichtet, die sehr ungeduldig, hektisch, selbstkritisch, stur und streng sind, wenn sie ihre Ziele erreichen wollen. Es ist ein Prozess, ein Weg, der geplant werden muss und der mit vielen Lektionen verbunden ist. (Ich meide absichtlich das Wort „Fehler“, das gibt es in meinem Wörterbuch nur selten)

Wenn wir uns einen Schneider vorstellen, der gerade einen Anzug schneidert, ist der Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt mit einer gewissen Zeit und vielen kleinen präzisen Schritten verbunden. Auch wenn er die Schritt-für-Schritt-Anleitung (Strategie) kennt, kann schon mal vorkommen, dass er die Nähte wieder auftrennen, neu abmessen, ausschneiden und wieder zusammennähen muss. Es dauert Zeit, aber er hat daraus gelernt und wird es beim nächsten Mal besser machen.

Genauso ist es auch bei deinen Plänen und Zielen. Du brauchst eine gute, deine persönliche Strategie, die dich auf deinen Kurs hält, die auch schwache Momente zulässt.

Hier sind meine Tipps, mit denen du deine richtige Strategie entwickeln kannst:

  1. Bleib locker und gelassen

Hektik und Stress bringen gar nichts, im Gegenteil! Wenn du viel zu schnell unterwegs bist und noch mit Scheuklappen dazu, machst du nur unnötige Fehler und verpasst viel von der Außenwelt. Jeder Tag gibt dir neue Möglichkeiten und Impulse, die dich auf deinem Weg unterstützen können. Setze dir ein realistisches Ziel, dass sich aus vielen kleinen Meilensteinen zusammensetzt und folge denen. Dann kannst du entspannt auch das ganze Geschehen drumherum wahrnehmen. Gespräche mit gleichgesinnten, Ruhephasen im Alltag, Yoga und Meditationen sind gute Tools, um ab und zu einen Gang runterzuschalten.

  1. Zeit ist keine Mangelware

„Liebe Martina und bis wann soll es erledigt sein? Am liebsten bis gestern!“

Das war früher meine Standardantwort, ob im Job oder privat. Ich wollte alles schnell (erledigt) haben. Bekam ich meistens auch hin, aber was war danach? Ich habe es kurz realisiert und das war´s auch. Ab zum nächsten Ziel. Keine Freude, kein innerliches Lächeln, keine positiven Emotionen. Nichts! Niente! Nada!

In der Tierwelt gibt es ja auch keine Zeit in unserem Sinne. Denkst Du, ein Hund weiß, was für ein Tag wir heute haben? Ich glaube kaum, dass er auf die Uhr oder in den Kalender schaut;) Und trotzdem genießt er seinen Tag, läuft, spielt, wedelt mit seinem Schwanz, isst und schläft, wenn ihm danach ist. 

Ich finde Zeit generell als ein gutes Mittel um das Geschehen im Blick zu behalten, aber es ist genug von ihr da. Du hast dein ganzes Leben Zeit, dein Leben zu leben. Das machst du jetzt auch, du musst es nur zulassen und wahrnehmen. Nimm dir also Zeit für deine Ziele, sie müssen nicht alle morgen erledigt werden, denn dann hast du keine „Zeit“ dich darüber zu freuen.

  1. Prioritäten setzten

Die Themen Zeit und Prioritäten passen wunderbar zusammen.

Ich möchte von dir, dass du am besten aufschreibst, welche Sachen bei dir auf der Strecke bleiben, auch wenn du sie dir fest zu erledigen vornimmst? Teile sie dann in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe mit Sachen, die dich persönlich weiterbringen und zweite Gruppe mit Sachen, die einfach nur erledigt werden müssen.

  1. Gruppe – bringt mich weiter
  2. Gruppe – muss nur erledigt werden

Ich wette mit dir, dass die zweite Gruppe viel mehr Inhalt haben wird. Das sind genau die 80% der Aufgaben, die nur 20% Effekt auf deine Zielerreichung haben.

Fang deinen Tag mit Sachen an, die in die erste Gruppe gehören und die du für dringend hältst. Im Management oder auch im Alltag kann man die Eisenhower Methode anwenden. Diese ist super, um eine Struktur zu bekommen. Aber manchmal bleibt auch die beste Prio-Liste unerledigt.

Wie kommt es?

Ganz einfach, stelle dir folgende zwei Fragen wichtig:

Kann nicht? Oder Will nicht? Je nach dem, musst du an dieser Stelle weiter gehen und dich mit den Antworten auseinandersetzen.

Kann nicht? hole dir Hilfe, Tipps, Ratschläge, lese, frage und probiere aus, jeder kann, wenn er weiß, wie.

Will nicht? dann hast du wahrscheinlich noch nicht dein richtiges bzw. ehrliches Warum

  1. Schaue hin und wieder kurz zurück

Als ich Autofahren gelernt habe, wurde mir immer gesagt, man solle nicht nach hinten schauen. Wichtig ist, was vorne, links und rechts passiert. Klappte in der Fahrschule prima, bis ich mir meine erste Beule reingefahren habe und zwar hinten Seitdem gilt diese Regel für mich nicht mehr. Auch für dich soll sie nicht gelten.

Du willst ans Ziel kommen? Ja, das wirst du auch und sogar schneller, wenn du hin und wieder zurückschaust. Sehr oft wird diese wichtige Sache vergessen, weil man im Drive ist oder weil man manchmal Angst davor hat, was man sehen wird.

Frage dich trotzdem immer wieder: was habe ich bis jetzt erreicht bzw. erledigt? Bin ich damit zufrieden, wie es gelaufen ist? Hätte ich es besser machen können? Wenn ja, wie?

Mehr brauchst du auch nicht um weitere Beulen zu vermeiden;)

  1. Bedanke dich bei dir selbst, lobe und liebe dich selbst

Als Kinder und Jugendliche brauchen wir unbedingt Bestätigung von außen, meistens von unseren Eltern oder Bezugspersonen. Als Erwachsene sollten wir selbst in der Lage sein, uns diese Bestätigung zu geben. Das kann man mit genügend Selbstbewusstsein und Selbstliebe. Wenn wir diese besitzen und leben, können wir jede Situation, die wir erleben, als etwas Wertvolles sehen, etwas das uns weiterbringt.

Anders läuft es, wenn es nicht der Fall ist. Wir kritisieren, ärgern oder bestrafen uns manchmal für Sachen, die gerade nicht so optimal laufen. Lass es bitte sein! Damit schadest du nicht nur dir, sondern auch deinen Mitmenschen, wenn du schlecht drauf bist und ein böses Gesicht machst. Egal wie blöd und unangenehm die Situation ist, sage einfach DANKE! Danke der Situation und bedanke dich auch bei dir, denn du machst immer nur das, was du in dem Moment für richtig hältst. Und dafür sollst du dich auch lieben. Bleibe dir treu, das macht dich zum tollen Menschen.

Wiederhole es dir immer wieder, es sind zwar nur Sätze aber irgendwann bleiben sie hängen und du verhältst dich, auch in den unangenehmen Situationen, anders.

  1. Lächle IMMER!!! (auch wenn nur innerlich)

Das ist mein Lieblings-Geheimtrick und einer meiner Lebenszitate: Wer (über sich) nicht lachen kann, hat das Leben nicht verstanden.

Mit einem einfachen Lächeln kannst du so viel verändern. Am Anfang magst Du dir etwas blöd vorkommen, wenn du einfach so vor dich hinlächelst oder wenn du ohne Grund eine andere, auch fremde, Person anlächelst. Aber die Wirkung ist fast magisch, du bekommst das gleiche mindestens in doppelter Menge zurück. Ja, man könnte sich auch im Spiegel anschauen und sich minutenlang anlächeln, hilft auch. Der Effekt ist aber viel intensiver, wenn du es von einer anderen Person gespiegelt bekommst.

Ich sitze manchmal mit dem Handy auf der Couch und lese Witze. Die guten, die ich mir merken kann erzähle ich beim nächsten Mal in der Runde mit Familie oder Freunden. Das Gespräch verläuft ganz anders und ich bin froh, wenn ich die anderen zum Lachen gebracht habe, auch wenn ich der Grund zum Lachen war 🙂 Also Witze lesen und auf der Straße lächeln, sammele Lächeln anstatt Likes auf deinem Profil.

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