Meine Story

Ich möchte Dir kurz etwas über mich und meine Geschichte erzählen. Da ich sehr gerne auch unnötiges Zeug erwähne, versuche ich mich kurz zu fassen.

Mein Name ist Martina. Geboren und aufgewachsen bin ich in der Slowakei in einer kleinen Stadt namens Komárno. Ich wurde von meinen lieben Eltern anständig erzogen und von meinem älteren Bruder in vielen Hinsichten geprägt, geprüft und viel geärgert. Ich ging brav zur Schule und brachte immer gute Noten nach Hause. Es sollte ja etwas Vernünftiges aus mir werden, hieß es damals. Diese Zeit war aber auch noch von etwas anderem geprägt. Ich musste mit den ganzen Hänseleien meiner Mitschüler klarkommen, weil ich etwas dicker war. Mein Papa nannte mich „Michelin“. Richtig, das Maskottchen des bekannten Reifenherstellers und für meinen Sportlehrer war ich das größte Sorgenkind, sobald wir Laufeinheiten auf dem Unterrichtsplan hatten 🙂

Damals, mit 12 Jahren, habe ich mich bei meiner besten Freundin das erste Mal auf eine Waagegestellt. Die Waage zeigte 62 Kilo an. Mir war nicht ganz bewusst, dass diese Zahl schlimm war. Erst als ich das Gewicht meiner Freundin sah. Mehr als 15 Kilos hatte sie weniger drauf als ich. Da wurde mir klar, dass ich dick war und unbedingt etwas ändern muss.

Dieses und später weitere Lebensereignisse haben mich auf den Weg geführt, mich mit den Themen Gesundheit, Essen, Abnehmen und Sport zu beschäftigen. Ab diesem Moment waren diese Bereiche meine ständigen Begleiter.

Das Thema Gesundheit, körperlich wie auch seelisch, war für mich enorm wichtig nach dem BWL Studium. In dieser Zeit wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Es ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper die Schilddrüse als Fremdkörper sieht und diese langsam zerstört. Diese Krankheit ist leider mit vielen Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Vergesslichkeit, trockene Haut, Gelenkschmerzen, Gewichtszunahme verbunden.

Im ersten Moment fand ich es sehr schlimm. Dank meiner Sturheit und Nichtakzeptanz, dass ich krank bin, finge ich an gegen diese Krankheit zu kämpfen. Nach langer Zeit habe ich diesen Kampf gewonnen. Und was war meine Waffe? Ganz einfach, das Essen und meine gesunde Lebenseinstellung.

Da mich die Themen Sport und Ernährung nicht in Ruhe lassen wollten 😉 und ich Hunger nach „mehr“ hatte, machte ich weitere Zertifikate und Ausbildungen zum Fitnesstrainer, Ernährungsberaterin und Coach. Die Themen Ziele setzen, Motivation und positive Lebenseinstellung waren für mich neue Lebensbegleiter und ein passender Puzzleteil zum Thema Sport und Ernährung.

Nach diesen zahlreichen Ereignissen in meinen Leben habe ich gemerkt, dass emotionale und körperliche Gesundheit einfach zusammengehören. Ein Gleichgewicht zu erzielen, ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Eines kann ich feststellen: es lohnt sich auf jeden Fall!

Ich habe in den letzten Jahren viel ausprobiert, um herauszufinden, was für mich funktioniert. Wir alle sind von Kopf bis Fuß unterschiedlich. Manches funktioniert mehr, manches weniger. Aber eines haben wir gemeinsam! Wir können uns für einen Weg entscheiden und das ist der Weg einer Verbesserung.

Wenn Du schon dabei bist, danke ich dir und mach bitte weiter! Wenn nicht, dann schalte dein Navi ein und gehe step-by-step los…..:) Ich hoffe, dass ich dir auf diesen Seiten einige Koordinaten geben kann und dich auch ein wenig auf diesem Weg begleiten darf. Viel Spaß dabei.

Lange Version:

Und hier ein paar weitere Zeilen für die, die etwas mehr Zeit haben?

Wie ich zu einer Michelin Männchen wurde? Ganz einfach, ich aß alles, was auf den Tisch kam. Und davon sehr viel. „Was würden denn die Kinder in Afrika für das bisschen, was du auf dem Teller übriglässt, machen?“ Das war die häufigste Frage meiner Mutter nach dem Essen. Also aß ich brav auf. Alles. Das Ergebnis? Übergewicht, toller Spitzname meines Papas und viele Zeigefinger, die auf dem Schulhof auf mich gezeigt haben.

Das Schlimmste ist, ich habe es nicht wirklich realisiert und dachte es wäre normal. Der zweite Wendepunkt kam bei einem Spaziergang mit meinem Papa, da war ich ungefähr 12. Er zeigte auf eine Flagge vor einem Autohaus, mit der Bemerkung: „Siehst du, du bist so süß, wie das Püppchen da!“ An dem Abend habe ich tatsächlich meine „Reifen“ in der Badewanne gezählt :). An die Stückzahl kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass ich schockiert war. Mein neues Ziel war Abnehmen, aber so schnell wie möglich. Da ich damals für meinen Zustand kein Verständnis und damit auch keine Unterstützung seitens meiner Familie hatte, wusste ich nicht, wie man es vernünftig angehen kann. Ich schaffte ganze 12 Kilo, in zwei Monaten. Wie? Durch Hungern. Das war ein fataler Fehler. Als pubertierendes Mädchen habe ich mir in meiner Wachstumsphase so einiges kaputt gemacht.

Nach dem ich mein Zielgewicht (50 Kilo) schaffte, finge ich an, mich mit diesem Thema auch theoretisch auseinander zu setzen. Ich habe viel gelesen, viel ausprobiert und viel Sport gemacht. Der Erfolg konnte sich sehen lassen, ich fühlte mich großartig. Das ging paar Jahre so.

Später als junge erwachsene Frau finge ich an mein „Leben zu leben“ (diesen Begriff finde ich mittlerweile lustig, als ob ich vorher nicht gelebt hätte). Partys, Alkohol, Zigaretten und auch die erste Droge. Mit dem ersten vernünftigen Freund, damals in Wien, hat sich das alles beruhigt. Ich habe meine Karriere als internationale Einkäuferin begonnen, der mit einem gewissen Stress und Druck verbunden war. Aber das war okay für mich.

Bis auf meine Gesundheit, war alles perfekt. Beziehung, Job, Familie, Freundeskreis. Ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt. In einer ziemlich kurzen Zeit fing ich an an Gewicht zuzunehmen. Die Antwort gab mir nach der ersten Untersuchung mein Hausarzt sehr schnell. Eisenmangel und Hashimoto. Hashi- was? Nie gehört…….Ich habe mir erstmal alle Symptome anhören und mein erstes Rezept für L-Tyroxin abholen dürfen.  

Ich wollte nicht glauben und akzeptieren, dass mein Körper einen Teil von mir „angreift“. Also finge ich an, mich auch mit diesem Thema auseinander zu setzen. Nach einer Ernährungsumstellung und einer mentalen Neueinstellung wurde ich nach einem Jahr gesund. Mein Körper hatte keine Antikörper d.h. Munition gegen die Schilddrüse mehr produziert. Somit war der Krieg beendet. Monate, Jahre später kam ein neuer stressiger Job, der mit vielen Dienstreisen verbunden war. Gesund zu essen wurde schwierigen und ich merkte, dass meine Symptome wiederkamen. Ich war müde, mein Gewicht ging nach oben, ich hatte mehr Appetit, meine Haut wurde schlechter und ich war einfach schlecht drauf. Die TSH Werte gingen wieder nach oben und ich wusste sofort, was zu tun ist. In dieser Zeit habe ich sehr viele Bücher gelesen, die mich motiviert und unterstützt haben. Ich wusste am Anfang auch nicht, wie alles geht und ob es richtig ist. Ich wusste aber, dass ich die Wahl habe und nur ich über mich entscheiden kann. Jetzt weiß ich, dass das was auf den Teller kommt, wirklich wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden ist.