Mikronährstoffe

Wie man sieht, erfüllen Makronährstoffe schon viele wichtige Funktionen, hauptsächlich sind es unsere wichtigsten Energielieferanten. Aber sie allein reichen nicht, um uns am Leben zu erhalten.

Abgesehen von den Makronährstoffen nehmen wir mit der Nahrung auch viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente auf. Sie sind alle essentiell und somit lebensnotwendig. Weil sie von unserem Körper nicht produziert werden können, müssen sie durch die Nahrung oder zusätzliche Supplementierung zugeführt werden. Es gibt einige Ausnahmen, wie zum Beispiel das Vitamin D, das durch die Sonnenstrahlen im Körper produziert wird.

Die Wichtigkeit der Vitamine wurde 1881 von dem russischen Arzt und Chemiker Nikolai Lunin22 bewiesen. Eine gewisse Zeit fütterte er Mäuse mit einer künstlichen Mischung, die rein aus Makronährstoffen und Salz stammte. Die Mäuse starben, weil ihnen Vitamine und Mineralstoffe gefehlt haben. Ab diesem Punkt hat man begonnen die winzigen Substanzen unter die Lupe zu nehmen und deren Wirkung zu erforschen.

Eine Unterversorgung kann zu Mangelerscheinungen führen, die gewisse Störungen im Körper verursachen. Chronische Krankheiten, körperlicher Stress oder Mangelernährung in Form von Fast Food und industriell hergestellten Produkten ohne Nährstoffe führen zu einer Unterversorgung bzw. Hypovitaminose. Der Begriff ausgewogene Ernährung ist also nicht nur ein sinnloser Spruch, sondern die Lösung, um einen Vitaminmangel zu verhindern.

Laut Einschätzung der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) ist Deutschland „kein Vitaminmangelland“23. Der Markt mit Nahrungsergänzungsmitteln boomt aber. Mittlerweile bekommt man Vitamine und Mineralstoffe an jeder Ecke. In Pulverform, Tabletten oder auch Tropfen sind diese winzigen Wirkstoffe enthalten. Aber kann man denn genau sagen, was zu viel oder zu wenig ist?

Es gibt laut DGE eine empfohlene Tagesdosis für alle Mikronährstoffe.

Was passiert aber, wenn wir diese überschreiten? Bei einer solchen Hypervitaminose, d.h. dem übermäßigen Konsum von Vitaminen, werden die wasserlöslichen Vitaminen über die Nieren ausgeschieden. Bei den fettlöslichen Vitaminen D, E, K, A bilden sich Reserven im Körper, meist in der Leber24.

Die Wissenschaft kann bis heute keine richtige Aussage treffen, was richtig und was falsch ist, bzw. zu viel oder zu wenig ist.

Es gibt Berichte, in denen krebskranke Patienten mit sehr hohen Mengen an Vitamin C die Krankheit in Griff bekommen haben. In einer Studie konnte Dr. Vissers (Universität von Otag in Neuseeland) beobachten, dass hochdosiertes Vitaminc C Krebswachstum stoppt, weil die Tumore weniger Vitamin C aufnehmen als gesunde Zellen25.

Fakt ist auch, dass unser Gemüse und Obst nicht mehr dieselben Vitalstoffmengen wie vor einigen Jahren haben. Ganz im Gegenteil. Sie werden mit künstlichen und chemischen Stoffen wie z.B. Pestiziden behandelt. Ich frage mich dann, wie die armen Früchte und Gemüsesorten noch die Vitamine in sich behalten sollen und können.

Ich habe in meiner Hashimoto-Heilungsphase viele Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel genommen und manche auch höher dosiert als es empfohlen wurde. Mir hat es geholfen und manche davon nehme ich heute noch.

Die Risikogruppen für offensichtliche Unterversorgung sind tatsächlich Vegetarier und Veganer, weil sie auf komplette Nahrungsgruppen und somit auch deren Nährstoffe verzichten.

Für diejenigen, die den empfohlenen Tagesbedarf26kennen möchten:

Wasserlösliche Vitamine

Vitamin B1 Thiamin 1 mg
1,2 mg
Vitamin B2 Riboflavin 1,1 mg
1,4 mg
Vitamin B3 Niacin 12 mg
15 mg
Vitamin B5 Pantothensäure 6 mg
6 mg
Vitamin B6 Pyridoxin 1,2 mg
1,5 mg
Vitamin B7 Biotin 30-60 µg
30-60 µg
Vitamin B12 Cobalamin 3 µg
3 µg
Vitamin C* Ascorbinsäure 95 mg
110 mg
Folat Folsäure 300 µg
300 µg

* Eine Zigarette benötigt 30mg zusätzlich d.h. Der Bedarf bei Rauchern ist viel höher

Fettlösliche Vitamine

Vitamin A β-Carotin 0,8 mg
1,0 mg
Vitamin D Cholecalciferol 20 µg
20 µg
Vitamin E Tocopherol 0,8 mg
1,0 mg
Vitamin K Phyllochinon 60 µg
70 µg 

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium 1.500 mg Magnesium 300 mg
1.500 mg 350 mg
Chlorid 2.300 mg Eisen 15 mg
2.300 mg 10 mg
Kalium 4.000 mg Jod 200 µg
4.000 mg 200 µg
Kalzium 1.000 mg Fluorid 3,1 mg
1.000 mg 3,8 mg
Phosphor 700 mg Zink 7 mg
700 mg 10 mg
Selen 60 µg
70 µg

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