Meditation

 

Zum Glück gibt es viele Tools und Praktiken, die uns den Raum und Möglichkeit geben, unsere Wahrnehmung und das Kreieren positiver Gedanken zu trainieren. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das erste Mal meditiert habe und was mich dazu getrieben hatte. Ich weiß aber, dass sich die Zeit, die man in die Meditation investiert, langfristig lohnt. Hier ist natürlich auch die Übung wichtig, die uns zum Meister macht.

Das Schöne daran ist, dass du überall meditieren kannst und auf jede Art und Weise, die dir passt. Ob geführt oder Freestyle, mit Musik oder in der Stille, singend, zu Hause oder in der Natur, in der Dunkelheit, beim Sonnenaufgang, in der Gruppe, mit dem Partner oder alleine. Es gibt unzählige Möglichkeiten, für die man sich entscheiden kann. Ich habe schon viele Arten ausprobiert und ja, bei manchen, zum Beispiel bei einer tanzenden Meditation, bin ich mir tatsächlich komisch vorgekommen. Das ist aber reine Geschmacksache. Wichtig ist, dass man anfängt, sich die Zeit zu nehmen und in die innerliche Stille zu gehen, um die Gedanken auszublenden und den Köpf auf Stand-by-Modus zu setzen.

Meine intensivste Erfahrung war die zehntägige Vipassana Schweigemeditation. Ich hatte das Glück, diese Art von Meditation in Indonesien, auf der Insel Java, zu machen. Zehn Tage ohne ein gesprochenes Wort, ohne einen direkten Augenkontakt oder menschliche Berührung. Eine Zeit lang geht solche Isolation gut, aber es gab auch schlimme Momente. Für diese bin ich aber bis heute dankbar. In diesen zehn Tagen lernt man seine Gedanken einfach nur beobachten, ohne denen eine Wertung zu geben. Somit entstehen auch keine negativen Emotionen. Man lernt komplett achtsam zu sein. Diese Meditation ist eine von vielen. Wer sich aber traut und die Zeit hat, dem kann ich es nur empfehlen.

Vielleicht bist du schon erfahren und hast für dich das Wahre gefunden. Möglicherweise stehst du aber am Anfang und bist unschlüssig, welche Art der Meditation für dich die passende wäre. Lass mich Dir mit dieser kurzen Übersicht helfen.

Es gibt generell zwei große Gruppen an Meditationstechniken1, aktive, passive und den Rest.

  1. Aktive Meditationstechniken (eher für Fortgeschrittene)

Gehmeditation – Konzentration ist auf die Schritte und die inneren Vorgänge gerichtet. Die Bewegung des Körpers löst Bewegungen des Geistes aus. Gleichzeitig verbrauchen die Muskeln Energie, die sich während des Arbeitstags aufgestaut hat.

Dynamische Mediation Hier dürfen und sollen alle Gefühle ausgedrückt werden. Meist liegen Kissen oder Matratzen bereit, an denen die Meditierenden ihren Frust oder andere intensive Gefühle körperlich ausdrücken können.

Bodyscan – wird meist im Liegen in entspannter Atmosphäre durchgeführt, konzentriert auf den Atem wird der Körper nach Verspannungen und Empfindungen jeglicher Art nach und nach durchgescannt.

Kundalini Meditation – Die Kundalini Meditation aktiviert in ihrem ersten Teil diese Energie. Im darauffolgenden 15-minütigen Tanz kann die erweckte Kraft sich im Körper verteilen. 

Vipassana Mediation – Bei Vipassana geht es um eine innere Einkehr. Das bedeutet, dass die Zeit im Meditationszentrum in kompletter Stille verbracht wird. Die letzte Mahlzeit des Tages nimmst du für gewöhnlich um 12 Uhr mittags ein. Zu den Grundregeln des Vipassanas gehört es, keine Wesen zu töten, nicht zu lügen oder zu stehlen, sexuell enthaltsam zu leben sowie auf Rauschmittel wie Alkohol, Drogen oder Tabak, zu verzichten. Die Einhaltung von diesen ethisch-moralischen Regeln dient dazu, den Geist zu beruhigen. Dazu zählt auch der Verzicht auf Telefonate, Zeitschriften, Literatur, Fernsehen, Gespräche mit anderen, sinnlichen Vergnügungen sowie Körperschmuck

Mantrameditation – Bei der Mantrameditation kann auch ein Vortragender oder eine Sängerin die immer gleichen Worte vorsagen. Die Teilnehmenden lauschen und bewegen sich rhythmisch, nehmen nach und nach Melodie und Inhalt auf. Es ist eine der einfachsten Meditationstechniken und vielleicht auch deshalb so beliebt. Die yogische Mantra-Meditation oder auch Chakra-Klangmeditation ist für Anfänger gut geeignet. Jedes Mantra sollte ein bis zwei Sekunden klingen und mindestens dreimal wiederholt werden. Je nachdem, wie gut Ihnen der Klang tut, auch länger und öfter.

  1. Passive Meditationstechniken

Stille Meditation (auch Ruhemeditation genannt) -Ziel der Stillen Meditation ist der Zustand vollkommener Gedankenlosigkeit, in dem der Geist frei ist und sich im ruhigen Zustand des Nichtwissens befindet. Diese Form der inneren Beschäftigung ist auch im christlichen Leben zu finden.

Achtsamkeits-Meditation bzw. Einsichts-Meditation – Bekannt ist diese Form aus den buddhistischen Schulen. Sie zeigt Dualität auf und entlarvt sie schließlich als Illusion. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf Gefühle und Körperempfindungen sowie auf Gedanken genau so, wie sie gerade erscheinen.

Geistesruhe-Meditation – Der Geist kann sich bei dieser Technik entspannen, indem er auf einen winzigen Ausschnitt der Welt gerichtet bleibt. Das kann etwa der eigene Atem sein, ein Mantra oder ein inneres Bild.
Die kreisenden Gedanken des Alltags kommen zur Ruhe und fokussieren sich immer mehr nur auf das Ziel der Meditation.

Zen-Meditation (Zazen) – Eine sehr aufrechte Sitzhaltung im Lotus-, Schneider- oder Fersensitz kennzeichnet diese Methode. Ähnlich der Achtsamkeitsmeditation beschäftigt sich der Geist intensiv mit den Bewegungen und Gefühlen im Körper. Große Wichtigkeit haben der Fluss des Atems und die Körperempfindungen.

  1. Weitere Meditationstechniken

Yoga

Fantasiereisen

Tanz

Musik und Gesang

Tantra

Qi Gong

Tai Chi