Wissenswertes rund ums Essen

Selleriesaft – die neue Darm-Kraft

Im Darm sitzt die Gesundheit und er ist auch unser zweites Gehirn. Ziemlich gute Leistung für das 6 – 8 Meter[1] lange Teil unseres Verdauungstraktes.

Wenn der Darm bzw. die Verdauung Probleme machen, ist die gute Laune meist im Eimer. Blähungen und Krämpfe sind alles andere als angenehm und können auf keinen Fall ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Mein guter Freund und Fitness Coach sagte immer: „du bist, was du verdaust.“ Ja, stimmt zum Teil, aber du kannst nur das verdauen, was du isst und wie du denkst bzw. was du fühlst! Ja, auch Gefühle, die man durch negative und schädliche Gedanken erzeugt, machen dich krank und damit auch deine Verdauung. Wie das möglich ist, kannst du in diesem Beitrag lesen.

Auf dem Weg meiner Hashimoto-Heilung habe ich viele Bücher, generell zum Thema Gesundheit, gelesen. Einer der interessantesten Autoren war Anthony William Coviello[2]. Er bezeichnet sich als medizinisches Medium. Durch eine spirituelle und geistige Kommunikation mit einer höheren Kraft bzw. einem Engel kann er Krankheiten diagnostizieren und eine angemessene Beratung und Behandlung anbieten.

Er wurde mir von meiner guten Bekannten empfohlen. Unser Gespräch damals begann und endete mit dem Thema Selleriesaft und seinen Heilkräften. Nach dem Gespräch kaufte ich zwei tolle Bücher von ihm. Es gibt selten Bücher, die so viele Informationen und Erklärungen liefern, die auch jeder „normale“ Mensch verstehen kann. Das waren zwei von dieser Sorte. Ich empfehle seine Bücher jedem, der an einer chronischen Krankheit leidet oder generell wissen möchte, warum gesunde Ernährung so enorm wichtig für unsere Gesundheit ist und wie sich das alles widerspiegelt.

Der Selleriesaft wird in beiden Büchern oft erwähnt und seine Wirkung klar und deutlich erklärt. Vor allem unser Darm und unsere Verdauung können von diesem Saft profitieren.

Wie wir wissen (FASTEN), kann die Essensverdauung ungefähr 33 bis 43 dauern. Der ganze Prozess ist sehr komplex und durchläuft mehrere Stationen im Körper. Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber und Gallenblase. Das sind die wichtigsten Haltestellen der Nahrung im Verdauungsprozess.

Um das Essen zu verdauen, braucht der Körper unter anderem eine gesunde Salzsäure. Diese werden unter normalen Umständen vom Körper gebildet und zusammen mit Verdauungsenzymen dienen sie dazu, die Nahrung (vor allem eiweißreiche Lebensmittel) zu zerlegen. In diesem zerlegten Zustand können sie weiter verdaut und vom Körper aufgenommen werden. Fehlt jedoch diese Salzsäure im Magen, bleibt das Essen unverdaut im Darm. Das Ergebnis macht sich in Form von unangenehmen Gerüchen und Geräuschen bemerkbar. Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen 🙂

Und warum mangelt es an diesen gesunden Salzsäuren? Essen unter Zeitdruck oder Stress sind unter anderem die Ursachen. Aber auch das Hormon Adrenalin kann die Produktion der Salzsäure beeinflussen. Die Nebennieren produzieren 56 unterschiedliche Abmischungen des Adrenalins, je nachdem welche Emotionen wir gerade empfinden, wie z.B. Wut, Hass, Enttäuschung, Verlust, Scham, Schuld, Stress, Angst, Aggressivität. Aber auch verschiedene Medikamente, viel tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte), Kekse, Chips, fettige und zuckerhaltige Nahrungsmittel können die Bildung der Magensäure hemmen.

Wenn du also unter Dauerstress bist, immer alles nur schwarz und negativ siehst, dich über dich oder andere ärgerst und das alles mit ungesundem Zeug kompensiert, bist du gerade dabei, deine Verdauung und damit dein zweites Hirn zu ruinieren. Wenn dann noch die ersten Anzeichen vom Aufstoßen, Erschöpfung, Schlafstörungen, Hautproblemen und Kopfschmerzen dazu kommen, könnte eine Ernährungsumstellung hilfreich oder sogar die Lösung sein.

Es gibt drei simple Schritte, die du ab sofort umstellen bzw. einführen kannst:

  1. Mehr Gemüse, Obst und pflanzlichen Nahrungsmittel in den Ernährungsplan integrieren (Zucchini, Süßkartoffel, Blattsalate, Paprika, Gurken, Äpfel, Grapefruit, Kiwis, Melonen, Bananen, Birnen, Orangen, Beeren, usw.) Diese sind für die Verdauung nicht so belastend und sorgen dafür, dass genügend Magensäure zur Verfügung steht.
  2. Reduktion der tierischen Eiweiße auf eine Portion am Tag.
  3. Jeden Morgen auf nüchternen Magen einen halben Liter frisch gepresster Staudenselleriesaft.

Ich habe das Glück, dass ich den Geschmack von Sellerie mag. Es macht mir nichts aus, diesen Saft pur zu trinken. Wer jedoch damit Schwierigkeiten hat, kann ihn mit einer Birne, Banane oder mit einem Apfel aufpeppen.

Staudensellerie im Kurzüberblick[3]

Nährwerte pro 100 Gramm

Brennwert:18 kcal

Eiweiß:1g

Kohlenhydrate: 2 g, davon Zucker 0 g

Fett: 0,2 g

Ballaststoffe: 2,3 g

Vorteile:
  • Reich an Nährstoffen (Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin, Kalium, Natrium, Chlorid)
  • Schützt die Zellen
  • Positive Auswirkungen auf den Blutdruck
  • Reguliert den Blutzucker
  • Kann möglicherweise die Fruchtbarkeit steigern
Nachteile:
  • Schmeckt nicht jedem
  • Ein möglicher Allergen (auf der Speisekarte mit ´L´ gekennzeichnet)

Ein Geheimtipp für den Sellerie-Trester* (Rückstände nach dem Auspressen)

Aus dem Trester kann man einen sehr leckeren Pizzaboden machen. Ich verwende immer glutenfreie Instant-Haferflocken, Gewürze (wer mag Chili, Kurkuma, Koriander, Basilikum, Salz, Pfeffer) Weinsteinbackpulver, Messerspitze Natron, wenn notwendig etwas Wasser, Selleriesaft oder Pflanzenmilch. Das alles zusammenmischen, auf einem Backblech (mit Backpapier) einen Pizzateig mit Holzlöffel formen/ausbreiten und ca. 25 Minuten bei 200° backen (gerne zwischendurch auch umdrehen).

Statt den Instant-Haferflocken kann man normale nehmen (vorher im Mixer mahlen) oder auch eine andere beliebige Mehlsorte. Ich bevorzuge Buchweizenmehl (Kokosnuss-Mehl würde ich nicht empfehlen, der Teig hält nicht zusammen und zerbröselt).

Wenn der Teig fertig ist, nach Geschmack mit Gemüse oder Schafskäse belegen und weitere 20-25 Minuten backen.

Guten Appetit 🙂

[1] https://www.naturheilkunde.de/magazin/der-darm-ist-der-sitz-der-gesundheit-1.html

[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Anthony_William

[3] https://eatsmarter.de/ernaehrung/wie-gesund-ist/staudensellerie-kalorien-und-naehrwerte